Press
Tausend Tode vor Angst und Schönheit
A heroic sibling performance on violin and cello
The Independent, 04 Jan 2016 by Michael Church
“The players make declarations, pose questions, give answers, thrust and parry, chase each other, proceed in lockstep; there are moments of tender lyricism and of furious aggression – I’ve never seen string players subject their instruments to such apparently extreme maltreatment – but the Tetzlaffs encompassed it all with wit and impeccable virtuosity. This was a heroic performance.”
Brahms Violinsonate mit Lars Vogt – Menuhin-Festival Gstaad
Neue Zürcher Zeitung, Felix Michel, 04.08.2015
[…] Ausnehmend gelungen die «undramatische» Durchführung des Allegro amabile, die Tetzlaff und Vogt in wechselnde Farben tauchten und schliesslich ganz zur Ruhe finden liessen, so dass die Wiederkehr des ruhig singenden Hauptthemas trotzdem wie ein belebendes Neu-Anfangen anmutete. […]
Szymanowski Violinkonzert Nr. 1 – Tonhalle-Orchester Zürich / Manfred Honeck
Neue Zürcher Zeitung, Jürg Huber, 03.07.2015
[…] Denn mit Christian Tetzlaff stand ein Geiger auf dem Podium, der all das sein eigen nennt, was dem Konzert zu umwerfender Wirkung verhilft: einen ungeheuer reichhaltigen und fokussierten Ton, Musikantik und Eleganz sowie die nötige Portion Draufgängertum, die ein solches Virtuosenstück verlangt. Im geschmeidigen Austausch mit dem Orchester, changierend zwischen Dolcissimo und Marcatissimo, setzte sich Tetzlaff bald als Charmeur, bald als Satyr, als Teufelsgeiger oder Totentänzer in Szene, ohne dabei im Geringsten vom Farbenreichtum seines Geigenspiels abzulenken. […]
Brahms-Violinkonzert mit den Berliner Philharmonikern / Sir Simon Rattle
Berliner Zeitung, Clemens Haustein, 20.06.2015
[…] die erste große Forte-Passage im langsamen Satz [ist] bei Tetzlaff nicht einfach der Durchbruch zu dramatischer Gesanglichkeit. Bei ihm brechen gleich fremde Welten herein. Es gleißt außerirdisch, blendet so stark als könnte keine Schutzbrille mehr helfen. […]
[…] Das klingt nicht nur berührend ehrlich, sondern hat einen dramaturgischen Effekt, der einen diese Aufführung gebannt wie im Film erleben lässt: man leidet das Konzert durch, in der Hoffnung, dass doch die volle Erfüllung gegeben wird. Um bald zu begreifen, dass Tetzlaffs Erfüllung eben genau in diesem intensiven Durchleben liegt. […]
Tagesspiegel, Isabel Herzfeld, 20.06.2015
[…] So vehement, wie sich Christian Tetzlaff in die Anfangskaskaden seines Soloparts stürzt, dürfte auch kein Gedanke an akademische Steifheit aufkommen. Wie Tetzlaff Schroffheit und Süße zu vereinen weiß, mit seiner modernen Greiner-Violine ebenso kraftvoll auftrumpft wie zarteste Fäden über leuchtenden Holzbläserfarben spinnt, verschafft immer wieder erlesene Klangerlebnisse. Schlank, arabesk ist die Diktion, geht er auch im fließend genommenen Adagio gegen alles Betulich-Choralhafte an, brennt im Finale ein Feuerwerk der launigen Dialoge ab. […]
Bach-Soloabend Philharmonie Berlin
Tagesspiegel, Christiane Tewinkel, 29.05.2015
[…] Der Gigue […] gibt Tetzlaff großen Atem und weit ausgreifende Bögen, die herrliche Chaconne gewinnt gerade in den Arpeggienzügen so sehr an Fahrt, dass sie sich vom Erdboden abzulösen und ihren Geiger einfach mitzunehmen scheint, in wunderlicher Verkehrung der Tatsache, dass gerade dieser das Phänomen doch erst in Gang gesetzt hat.
[…]
Benefiz-Rezital Wiesbaden
Dietrich Stern, 29.05.2015
[…] diese Momente, in [denen] die Körperlichkeit verschwindet, und der Ton sich ganz vom Materiellen abzulösen scheint, sind mit Sicherheit die stärksten, ja ergreifendsten in Tetzlaffs Spiel. [Und] das heißt nicht, dass er nicht mit aller Kraft ins Material eingreift und es sprechen lässt […].
LSO/Harding/Tetzlaff review – an unforgettable performance of Beethoven’s Violin Concerto
theguardian.com – by Tim Ashley
Barbican, London
Christian Tetzlaff has played Beethoven’s Violin Concerto hundreds of times, but still found a way to take it to another level with the LSO and Daniel Harding
“It’s a big part of me,” Christian Tetzlaff says of Beethoven’s Violin Concerto, a work he has now played around 280 times. Faced with that fact on its own, one could be forgiven for wondering if the 49-year-old German might have nothing more to say with it. But listening to his staggering performance with the London Symphony Orchestra and Daniel Harding, you realise that his statement is almost literally true.
He seemed so completely immersed in the concerto that the overall impression was not so much of his playing it as living it. Any performance has to transcend concepts of virtuosity if it is to have its full impact. Technically, Tetzlaff is flawless, and the sound he makes with his modern Greiner violin – he doesn’t play a Strad – is effortlessly beautiful. But it’s the way the shape and meaning of every phrase is joyously integrated into a seamless whole that is so utterly beguiling. This is true even in the vast cadenzas, which Tetzlaff based on those Beethoven added to a later piano transcription of the work, having left his original violinist to improvise his own. Harding, meanwhile, conducted like one possessed. Unforgettable: the greatest performance of the work I’ve ever heard.
[…]

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Tausend Tode vor Angst und Schönheit
A heroic sibling performance on violin and cello
The Independent, 04 Jan 2016 by Michael Church
“The players make declarations, pose questions, give answers, thrust and parry, chase each other, proceed in lockstep; there are moments of tender lyricism and of furious aggression – I’ve never seen string players subject their instruments to such apparently extreme maltreatment – but the Tetzlaffs encompassed it all with wit and impeccable virtuosity. This was a heroic performance.”
Brahms Violinsonate mit Lars Vogt – Menuhin-Festival Gstaad
Neue Zürcher Zeitung, Felix Michel, 04.08.2015
[…] Ausnehmend gelungen die «undramatische» Durchführung des Allegro amabile, die Tetzlaff und Vogt in wechselnde Farben tauchten und schliesslich ganz zur Ruhe finden liessen, so dass die Wiederkehr des ruhig singenden Hauptthemas trotzdem wie ein belebendes Neu-Anfangen anmutete. […]
Szymanowski Violinkonzert Nr. 1 – Tonhalle-Orchester Zürich / Manfred Honeck
Neue Zürcher Zeitung, Jürg Huber, 03.07.2015
[…] Denn mit Christian Tetzlaff stand ein Geiger auf dem Podium, der all das sein eigen nennt, was dem Konzert zu umwerfender Wirkung verhilft: einen ungeheuer reichhaltigen und fokussierten Ton, Musikantik und Eleganz sowie die nötige Portion Draufgängertum, die ein solches Virtuosenstück verlangt. Im geschmeidigen Austausch mit dem Orchester, changierend zwischen Dolcissimo und Marcatissimo, setzte sich Tetzlaff bald als Charmeur, bald als Satyr, als Teufelsgeiger oder Totentänzer in Szene, ohne dabei im Geringsten vom Farbenreichtum seines Geigenspiels abzulenken. […]
Brahms-Violinkonzert mit den Berliner Philharmonikern / Sir Simon Rattle
Berliner Zeitung, Clemens Haustein, 20.06.2015
[…] die erste große Forte-Passage im langsamen Satz [ist] bei Tetzlaff nicht einfach der Durchbruch zu dramatischer Gesanglichkeit. Bei ihm brechen gleich fremde Welten herein. Es gleißt außerirdisch, blendet so stark als könnte keine Schutzbrille mehr helfen. […]
[…] Das klingt nicht nur berührend ehrlich, sondern hat einen dramaturgischen Effekt, der einen diese Aufführung gebannt wie im Film erleben lässt: man leidet das Konzert durch, in der Hoffnung, dass doch die volle Erfüllung gegeben wird. Um bald zu begreifen, dass Tetzlaffs Erfüllung eben genau in diesem intensiven Durchleben liegt. […]
Tagesspiegel, Isabel Herzfeld, 20.06.2015
[…] So vehement, wie sich Christian Tetzlaff in die Anfangskaskaden seines Soloparts stürzt, dürfte auch kein Gedanke an akademische Steifheit aufkommen. Wie Tetzlaff Schroffheit und Süße zu vereinen weiß, mit seiner modernen Greiner-Violine ebenso kraftvoll auftrumpft wie zarteste Fäden über leuchtenden Holzbläserfarben spinnt, verschafft immer wieder erlesene Klangerlebnisse. Schlank, arabesk ist die Diktion, geht er auch im fließend genommenen Adagio gegen alles Betulich-Choralhafte an, brennt im Finale ein Feuerwerk der launigen Dialoge ab. […]
Bach-Soloabend Philharmonie Berlin
Tagesspiegel, Christiane Tewinkel, 29.05.2015
[…] Der Gigue […] gibt Tetzlaff großen Atem und weit ausgreifende Bögen, die herrliche Chaconne gewinnt gerade in den Arpeggienzügen so sehr an Fahrt, dass sie sich vom Erdboden abzulösen und ihren Geiger einfach mitzunehmen scheint, in wunderlicher Verkehrung der Tatsache, dass gerade dieser das Phänomen doch erst in Gang gesetzt hat.
[…]
Benefiz-Rezital Wiesbaden
Dietrich Stern, 29.05.2015
[…] diese Momente, in [denen] die Körperlichkeit verschwindet, und der Ton sich ganz vom Materiellen abzulösen scheint, sind mit Sicherheit die stärksten, ja ergreifendsten in Tetzlaffs Spiel. [Und] das heißt nicht, dass er nicht mit aller Kraft ins Material eingreift und es sprechen lässt […].
LSO/Harding/Tetzlaff review – an unforgettable performance of Beethoven’s Violin Concerto
theguardian.com – by Tim Ashley
Barbican, London
Christian Tetzlaff has played Beethoven’s Violin Concerto hundreds of times, but still found a way to take it to another level with the LSO and Daniel Harding
“It’s a big part of me,” Christian Tetzlaff says of Beethoven’s Violin Concerto, a work he has now played around 280 times. Faced with that fact on its own, one could be forgiven for wondering if the 49-year-old German might have nothing more to say with it. But listening to his staggering performance with the London Symphony Orchestra and Daniel Harding, you realise that his statement is almost literally true.
He seemed so completely immersed in the concerto that the overall impression was not so much of his playing it as living it. Any performance has to transcend concepts of virtuosity if it is to have its full impact. Technically, Tetzlaff is flawless, and the sound he makes with his modern Greiner violin – he doesn’t play a Strad – is effortlessly beautiful. But it’s the way the shape and meaning of every phrase is joyously integrated into a seamless whole that is so utterly beguiling. This is true even in the vast cadenzas, which Tetzlaff based on those Beethoven added to a later piano transcription of the work, having left his original violinist to improvise his own. Harding, meanwhile, conducted like one possessed. Unforgettable: the greatest performance of the work I’ve ever heard.
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